Eine schönes und gleichzeitig ein sehr ambitoniertes Projekt hat Domink Leitner auf Neon|Wilderness gestartet. Er möchte eine Liste aller österreichischen Blogs erstellen. Also: Eintragen, Weitersagen.
Senegalesische Biketricks
Während die Fixie-Hipster in den USA bereits in den Skateparks zu finden sind, und die in Europa noch Trackstand üben, sind die Trickster-Kollegen aus Afrika da einen ziemlichen großen Schritt voraus.

Beat In Stereo #4
Detlef Diederichsen & sein Bruder Diederich spielen Frank Zappa, The Grateful Dead, Free Jazz und Hugh Masekela in der Sendung Beat in Stereo #4 auf Reboot FM, dem freien freien Kulturradio aus Berlin. Eine Hommage an die Ur-Beat In Stereo-Sendung der 1970er Jahre von Klaus Wellershaus auf NDR 2.
Tag der freien Medien – ohne freie Medien
Der Österreichische Medienverband veranstaltet am 15. Oktober 2010 den Tag der freien Medien. Eine große Gruppe freier Medien sieht sich dort aber gar nicht repräsentiert – im Gegenteil. Ein offener Brief:
Sehr geehrter Vorstand des Österreichischen Medienverbandes!
Der Österreichische Medienverband hat für morgen, den 15. Oktober 2010, den „Tag der Freien Medien“ ausgerufen – zum zweiten Mal seit seiner Gründung im Jahr 2008. Zu diesem Anlass finden im Quartier für digitale Kultur im Wiener Museumsquartier u.a. eine Medienmesse und eine Podiumsdiskussion zur Stellung der Freien Medien in Österreich statt.
Als Projekte und Initiativen, die im Feld der freien und autonomen Medien- und Kulturarbeit agieren, haben wir uns gegen eine Teilnahme am „Tag der Freien Medien“ entschieden und möchten Ihnen hiermit die Gründe für diese Entscheidung kommunizieren.
Wir möchten betonen, dass unsere gemeinsame Stellungnahme unabhängig von einer Einladung zum „Tag der Freien Medien“ erfolgt – einige der unterzeichnenden Medieninitiativen wurden explizit zur Teilnahme an dieser Veranstaltung geladen, manche nicht. Unsere Kritik richtet sich allerdings nicht bloß auf den Event, sondern vielmehr auf die politischen Verhältnisse, wie sie gerade am „Tag der Freien Medien“ eben nicht zur Sprache kommen.
Die Gründe für unsere Nichtteilnahme am „Tag der Freien Medien“ sind:
(1) Das Diskussionspodium ist mit Martin Blumenau/FM4, Medienstaatssekretär Josef Ostermayer und diepresse.com-Chef Peter Krotky besetzt. Mit Michaela Wein vom Online-Magazin mokant.at sitzt eine einzige Frau und Vertreterin eines „Freien Mediums“ als Diskutantin am Podium. Neben der – gelinde gesagt – unausgewogenen „Gender Balance“ am Podium stellt sich für uns insbesondere die Frage, welchen Beitrag die drei erstgenannten Diskutanten zu einer konstruktiven Debatte über Freie Medienarbeit liefern können.
(2) Fand der erste vom Österreichischen Medienverband organisierte „Tag der Freien Medien“ 2008 noch im fluc und damit in einer Location statt, die klar im Feld der freien und autonomen Kulturarbeit zu verorten ist, so hat man sich heuer für das Museumsquartier als Veranstaltungsort entschieden. Damit sollen Fragen der Freien Medienarbeit ausgerechnet in einem der „Hot Spots“ neoliberal gesteuerter Kreativwirtschaft in Wien verhandelt werden, was unseres Erachtens einer klaren Positionierung von Freier Medienarbeit jenseits eines ökonomischen Nützlichkeitsdiskurses entgegenläuft.
(3) Nicht weniger paradox erscheint uns der Umstand, dass Besucher_innen, die keine schriftliche Voranmeldung vorweisen können, beim „Tag der Freien Medien“ keinen freien Eintritt erhalten. Eine solche Regelung mag gängige Praxis bei vergleichbaren „Fachmessen“ im Museumsquartier oder anderswo sein – dass den in der Regel auf breite Öffentlichkeit und niederschwelligen Zugang zielenden Freien Medien mit einer solchen Praxis kein guter Dienst erwiesen wird, scheint uns aber offensichtlich.
Abgesehen davon drängt sich uns in Zusammenhang mit dem Begriff „Freie Medien“ noch eine weitere, grundsätzlichere Frage auf. Laut Selbstbeschreibung versteht sich der Österreichische Medienverband nämlich als Interessenvertretung für Print-Publikationen und elektronische Medien, die den Fokus ihrer Arbeit auf die Förderung Freier Klein- und Kleinstmedien gelegt hat. Was dabei jedoch konkret unter „Freie Medien“ verstanden wird, bleibt weitgehend unklar.
In seinem „Working Paper“ definiert der Medienverband den Begriff „frei“ als „unabhängig“, und zwar „zwischen inhaltlicher Gestaltung und Finanzierung“ (siehe http://medienverband.at/wp-content/uploads/miscanellous/OeMVB_Definition_Freie_Medien.pdf). Eine inhaltliche Dimension des Begriffs im Sinne eines politischen Selbstverständnisses oder einer politischen Positionierung sucht man vergebens. So lässt sich nicht einmal ein antidiskriminatorischer Grundkonsens, wie er etwa in der Charta der Freien Radios Österreich (http://www.freie-radios.at/article.php?ordner_id=27&id=194) als Minimalanforderung an Freie Medienarbeit formuliert ist, ausmachen. Insofern kommt auch der „partizipative Zugang“, wie er im „Working Paper“ als Merkmal Freier Medien beschrieben wird, äußerst schwammig daher und thematisiert weder gesellschaftliche Ausschlüsse aufgrund von z.B. Rassismus, Sexismus, Homo-/Transphobie oder „Disability“ noch Strategien, wie eine medienpolitische Partizipation diskriminierter Personengruppen aussehen könnte.
Dies erstaunt nicht nur angesichts des insgesamt kritikwürdigen Zustands der österreichischen Medienlandschaft, sondern auch und vor allem angesichts der zunehmend nach rechts rückenden politischen Verhältnisse, wie sie schon seit längerem (nicht bloß) in Österreich zu beobachten sind.
Unserem Selbstverständnis nach muss der Begriff „Freie Medien“ deshalb wesentlich darauf abzielen, Raum für gesellschaftskritische Diskurse herzustellen und damit eine Plattform für linke, emanzipatorische Positionen – insbesondere jene von Migrant_innen – anbieten. Freie Medien rücken also solche Perspektiven in den Mittelpunkt, die von den bürgerlichen Medien wenig oder gar nicht berücksichtigt werden und der vermeintlichen „Professionalität“, „Objektivität“ und dem, was „berichtenswert“ sei, entgegenstehen.
Nicht zuletzt fehlt aus unserer Sicht eine differenzierte wie kritische Auseinandersetzung, was die langfristigen Zukunftsperspektiven Freier Medienarbeit betrifft, etwa hinsichtlich der Frage der fortschreitenden prekären Arbeits- und Existenzbedingungen, den Überlebenschancen nicht-kommerzieller Medien, der Subventionslage und Anerkennung migrantischer Medien u.ä.
Mit unserer Kritik möchten wir Impulse für eine medienpolitische Debatte setzen, die Freie Medien nicht als „alternative Produkte“, sondern als Artikulations- und Interventionsplattform begreift, die gegen den herrschenden gesellschaftlichen Konsens antritt.
Gezeichnet (in alphabetischer Reihenfolge):
an.schläge – Das feministische Monatsmagazin, http://www.anschlaege.at
fiber – werkstoff für feminismus und popkultur, http://www.fibrig.net
grundrisse – zeitschrift für linke theorie & debatte, http://www.grundrisse.net
IG Kultur Österreich, http://www.igkultur.at
Kulturrat Österreich, http://www.kulturrat.at
Kulturrisse – Zeitschrift für radikaldemokratische Kulturpolitik, http://www.kulturrisse.at
MALMOE, http://www.malmoe.org
migrazine.at – Online Magazin von Migrantinnen für alle, http://migrazine.atWien, 14. Oktober 2010
Auch dort: Anschläge (Facebook), Grassroots Feminism, MALMOE,
Die Antwort des österreichischen Medienverbands vom 18.10.2010:
Die Magazine an.schläge, fiber, grundrisse, Kulturrisse, MALMOE und migrazine.at haben zusammen mit der IG Kultur und dem Kulturrat einen offenen Brief gegen den Tag der Freien Medien bzw. an den Medienverband veröffentlicht; der offene Brief findet sich hier. Mit diesen Zeilen möchten wir auf die Kritik reagieren, unsere Motivationen und Hintergründe offen darlegen und unsere Kritikerinnen und Kritiker zum Dialog einladen.
Einer der am stärksten beanstandeten Punkte des „Tags der Freien Medien“ im Jahr 2008 war, dass mit dem „fluc“ die Wahl auf eine Örtlichkeit gefallen ist, welche den an sich selbst gestellten Ansprüchen der durch den Medienverband vertretenen Medien nicht gerecht wurde. Mit der Wahl des (uns frei zur Verfügung gestandenen) Quartiers für digitale Kultur im Museumsquartier hofften wir, einen geeigneteren Ort gefunden zu haben. Ob es sich bei dem QDK tatsächlich um einen Hort der „neoliberalen Kreativwirtschaft“ handelt, ist im Angesicht von Veranstaltungen wie etwa den dort live übertragenen „Big Brother Awards“, einer „Ubuntu Release Party“ oder Partnerinnen und Partnern wie „Okto“ oder „monochrom“ durchaus fraglich. Auch, ob es überhaupt möglich ist, einen Ort zu finden, welcher über keinerlei ideologischen oder andersartigen Vorprägungen verfügt.Die Kritik an der Besetzung des Podiums können wir zu Teilen nachvollziehen. Zwar wurde mit Medienstaatssekretär Josef Ostermayer ein für die österreichische Medienpolitik (welche auch die Freien Medien betrifft) bestimmender Charakter, mit Martin Blumenau ein Kenner und starker Kritiker der Freien Medienszene und mit diepresse.com-Chef Peter Krotky ein interessanter Gegenpart eingeladen. Allerdings sorgte die Genderbalance sowie die geringe Repräsentation von Mitgliedsmedien auch intern für Diskussionen – was nach der Absage des Medienstaatssekretärs umgehend dazu geführt hat, Michaela Adelberger vom Verband der Freien Radios Österreichs einzuladen. Die Entscheidung, drei Euro Eintritt zu verlangen, wurde nach einer teilweise heftig geführten Debatte innerhalb des Vorstands des Medienverbands gefällt. Die (auch interne) Kritik daran wurde allerdings wahrgenommen und wird in zukünftigen Entscheidungsprozessen sicher ihren Einfluss finden.
Der mit Abstand größte Kritikpunkt, welcher auch auf dem Podium des „Tags der Freien Medien“ ausführlich behandelt wurde, war die Frage nach der Definition eines „Freien Mediums“ bzw. die Auffassung des Medienverbands zu dieser.
Der Medienverband versteht „Freie Medien“ als offene, partizipative, pluralistische und alle Aspekte des gesellschaftlichen Lebens kritisch, objektiv und journalistisch behandelnde Publikationen, welchen jedoch keine inhaltlichen Zielsetzungen, seien diese auch noch so gut gemeint und begrüßenswert, auferlegt werden sollten.* Wir vertreten die Auffassung, dass eine Mediendefinition vor fachlichem, nicht vor ideologischem oder weltanschaulichem Hintergrund erarbeitet werden muss. Die aktuelle Diskussion zeigt allerdings, dass es hinsichtlich der Präzisierung dieses Begriffes noch eines Nachdenkprozesses bedarf – zu dem wir alle Kritikerinnen und Kritiker auch herzlich einladen.
Zwar möchten wir hinzufügen, dass uns die Kritik auf eine wenig nachvollziehbare Art und Weise erreicht hat. Sie wurde uns im Vorfeld des Tags der Freien Medien, trotz monatelanger Vorankündigungen, jederzeit offener Kommunikationskanäle sowie einigen persönlichen Kontakten, kein einziges Mal direkt vorgetragen oder übermittelt.
Dennoch wollen wir versuchen, auf die Vorwürfe offen und konstruktiv zu reagieren und in einen nach allen Seiten offenen Dialog zu treten. Erste Vorgespräche wurden schon geführt, erste Termine bereits fixiert, auch freuen wir uns jederzeit über weitere Gespräche und laden dazu herzlich ein. Denn, unabhängig von der Frage der Definition: die Probleme der Medien, welche der Medienverband vertritt, sind real. Und dass es eine starke Interessensvertretung braucht, welche versucht, vereint diesen Problemen zu begegnen, ist unumstritten.
Wir freuen uns schon auf die kommenden Gespräche.
Der Vorstand des Medienverbands* Der Umkehrschluss, dass etwa sexistisch, rassistisch oder homophob agierende Medien von uns Unterstützung erfahren würden, ist nicht zulässig. Dies lehnen wir in strikt und in jeder Konsequenz ab.
Also Sprach Zarathustra (episch)

Epic! Die Portsmouth Sinfonia spielt die Einleitung von Richard Strauss’ “Also sprach Zarathustra”.
Frank Zappa spielt das Fahrrad
Ein 22-jähriger Frank Zappa & sein Wunderfahrrad im Fersehzirkus (1963)

Teil 1:
Teil 2:
Teil 3:
via @EdDeVere
Demokratie-Retten.at
Die Paragraphen 278ff des Strafgesetzbuches (StGB) wurden geschaffen, um MenschenhändlerInnen, die Mafia oder TerroristInnen dingfest zu machen. In letzter Zeit aber wurden die Paragraphen von der Exekutive mehrmals gegen bürgerliche Gruppen eingesetzt. Sie werden missbraucht, um Teile der Zivilgesellschaft mundtot zu machen, wenn sie ihre Kritik an bestehenden Verhältnissen zu laut und deutlich äußern.
Doch damit nicht genug: Im aktuell geplanten Terrorismuspräventionsgesetz plant die Regierung jetzt sogar noch eine Verschärfung. Mit dieser würden dann nach bürgelichen Gruppen erstmals auch JournalistInnen und Gewerkschaften in die Schusslinie der Paragraphen 278ff StGB geraten.
Die Paragraphen 278ff StGB sind eine Gefahr für demokratische Grundwerte unserer Gesellschaft.
Daher fordern wir die österreichische Bundesregierung dazu auf, eine Generalreform der Paragraphen 278 StGB einzuleiten. Die Paragraphen 278ff müssen so präzise formuliert werden, dass sie gegen kriminellen Vereinigungen und Terroristen anwendbar sind, nicht aber missbräuchlich gegen kritische Journalisten, NGOs und Gewerkschaften eingesetzt werden können.
Einige Fachmeinungen dazu
Generalsekretär von Amnesty International Heinz Patzelt:
Wir brauchen Schutz vor Terrorismus und kriminellen Organisationen. Aber Gesetze müssen so formuliert werden, dass sie nicht die Falschen treffen. Eine missbräuchliche Anwendung der § 278ff ist eine klare Verletzung der Menschenrechte. Beispielsweise könnte die jüngst erfolgte Audimax-Besetzung die Elemente einer terroristischen Straftat erfüllen: Wenn Lehrende am Zugang gehindert werden, könnte dies eine Nötigung nach § 105 StGB darstellen. Auch die Besetzung der Hainburger Au im Jahre 1986 hätte sämtliche Elemente einer terroristischen Straftat erfüllt. […] Die fehlende Beschränkung auf die
Bereicherungsabsichtim Text des § 278 a StGB führt zu der problematischen Situation, dass zivilgesellschaftlich agierende Organisationen im Rahmen ihrer Arbeit und Aktionen plötzlich unter den Tatbestandkriminelle Organisationenfallen, also eine Bestimmung auf sie angewendet wird, die zur Mafiabekämpfung gedacht war.
Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Dr. Rubina Möhring:
Auch sicherheitspolitische Rechtssprechung darf nicht auf Kosten demokratischer Grundwerte gehen. Der neue Paragraph 278 birgt die Gefahr, dass investigativ recherchierende Journalisten künftig mit leichter Hand kriminalisiert werden können. Das wäre für einen Rechtsstaat eine extreme Verletzung der demokratischen Presse- und Informationsfreiheit.
Vereinigung der Österreichischen RichterInnen
Stellungnahme zum Entwurf eines Strafrechtsänderungsgesetzes 2002
Zu § 278c (Artikel I Z 20, 2. Teil):
In Abs 1 findet sich nach dem Katalog der terroristischen Straftaten eine kaum mehr zu überbietende Ansammlung unbestimmter Gesetzesbegriffe, die ja grundsätzlich tunlichst vermieden werden sollen. Gerade bei einer aktuell so bedeutsamen Bestimmung wiegt dieser Nachteil besonders.
Hier unterschreiben!
Wie man Schere, Stein, Papier immer gewinnt
Männer tendieren zu Stein beim ersten Versuch. Unerfahrene Schere-Stein-Papier-Spieler_innen werden unterbewusst wieder das gleiche spielen, das beim letzten Wurf gewonnen hat. Und Papier wird am seltensten gespielt, ist also immer für eine Überraschung gut.

(Gefunden bei flowingdata via phreak20)





Arcade Fire – The Suburbs | A video by Spike Jonze