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		<title>Mike Kelley ist tot</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 12:32:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schmid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Mike Kelley]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Spezialist für das Unbewusste und Arbeiter an der Schnittstelle zwischen Pop und Kunst starb im Alter von 57 Jahren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.title=Mike Kelley ist tot&amp;rft.source=michaelschmid.at&amp;rft.date=2012-02-04&amp;rft.identifier=http://michaelschmid.at/mike-kelley-ist-tot/&amp;rft.language=English&amp;rft.aulast=Schmid&amp;rft.aufirst=Michael&amp;rft.subject=Journalismus"></span>
<p>Vier riesige Hüpfburgen für Kinder, wie man sie vom Volksfest kennt, standen 2009 im Zentrum des <a href="http://www.museum-joanneum.at/de/kunsthaus/ausstellungen_3/schere_stein_papier">Kunsthaus Graz</a>. Über das ganze Stockwerk hinweg dröhnte der grässliche Lärm von Industriegebläsen, die die Plastikschlösser und Riesenpilze in Form hielten, vermischt mit fragmentarischen Gitarrensounds. Der Raum abgedunkelt, es roch nach PVC. Aus dem Inneren des grotesken Rummelplatzes blitzte grelles Stroboskoplicht, von Außen waren extrem zerhackte Projektionen auf die Burgen geworfen. Menschen als Clowns oder Spielkarten verkleidet wechselten sich mit Porno-Schrott ab. In einer höchst zugespitzten Weise wurden die grotesken Formen und Narrationen, in denen sich Kinder normalerweise austoben, mit absurden Formen des Austobens für Erwachsene kombiniert.</p>
<div id="attachment_43" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><img class="size-large wp-image-43" title="Mike_Kelley_Sex_Drugs_and_Rock_n_Roll_Party_Palace" src="http://michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2010/02/Mike_Kelley_Sex_Drugs_and_Rock_n_Roll_Party_Palace-540x364.jpg" alt="(c) Kunsthaus Graz" width="540" height="364" /><p class="wp-caption-text">Mike Kelleys Arbeit „Sex, Drugs And Rock &#39;n&#39; Roll Party Palace“, eine Karikatur dessen, was man Spaßgesellschaft nennen könnte, war wahrscheinlich eine seiner letzten großen Arbeiten, die in Österreich zu sehen war.</p></div>
<h2>Kunst, maßgeblich von Popmusik beeinflusst</h2>
<div id="attachment_1760" class="wp-caption alignright" style="width: 280px"><img class="size-medium wp-image-1760" title="sonic youth album cover dirty mike kelley" src="http://michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2012/02/sonic-youth-album-cover-dirty-mike-kelley-270x270.jpg" alt="" width="270" height="270" /><p class="wp-caption-text">Mike Kelley stellt für Sonic Youth eines seiner abgelutschten Stofftiere zur Verfügung. „Dirty“</p></div>
<p>Mit den Jumpies, wie Mike Kelley seine Hüpfburgen nannte, trat der Detroiter Künstler aber nicht nur gegen den allgegenwärtigen Imperativ an, so viel Spaß wie möglich zu haben, sondern formuliert gleichzeitig eine Totalabsage an jegliche romantische Vorstellung von Rock &#8216;n&#8217; Roll als avantgardistische, revolutionäre Bewegung. Dabei zählte gerade er als Ex-Mitglied bei Destroy All Monsters genau zu jenen, die diese revolutionäre Haltung einer Rock &#8216;n&#8217; Roll Avantgarde im Punk und Noise-Rock Anfang der 1970er Jahre vorangetrieben hatten. Irgendwo muss aber der Glaube an die Tugenden des Rock &#8216;n&#8217; Roll verloren gegangen sein.</p>
<p>Der Detroiter Künstler gehörte zur zweiten Generation, wie Diedrich Diederichsen sie nennen würde &#8211; einer zweiten Generation von Künstlerinnen und Künstlern, die in ihrer Entwicklung maßgeblich von Popmusik beeinflusst wurden.</p>
<p>Spätestens seit dem Boom des Sonischen in der Bildenden Kunst mit unzähligen Ausstellungen (<a href="http://www.arte.tv/de/2494374,CmC=2494376.html">Sonic Youth etc. : Sensational Fix</a>, Kunsthalle Düsseldorf; <a href="http://www.kunsthallewien.at/cgi-bin/event/event.pl?id=49&amp;lang=de">Crossings</a> Kunsthalle Wien; <a href="http://www.lentos.at/de/747_1769.asp">See This Sound</a> Lentos, Linz etc.) gehörte das „Crossing“ zwischen Kunst und Pop zum Alltag künstlerischer Produktion, und die „Subkultur“ war im Zentrum der Gesellschaft angekommen. Bei Mike Kelley war diese Vermischung zwischen Kunst und Pop weniger Konzept als eine logische Entwicklung und Teil seiner Biografie: mit seiner Pre-Punk Band „Destroy All Monsters“ und dem Soundart-Projekt „The Poetics“ (mit Tony Oursler) oder in den 1970ern mit Kollaboration mit Sonic Youth, Raymond Pettibon, Scanner, Paul McCarthy u.a. in den 1980er und 1990er Jahren bis hin zu seinem audio-visuellen opus magnum &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=Q72pgtP2tww">Day is done</a>.&#8221;</p>
<h2>Das Unbewusste und das Lachen</h2>
<p>Bekannt wurde Kelley allerdings weniger als Musiker. Die bildende Kunst war die richtige Plattform für ihn. Dort verschnitt er US-amerikanische Fernseh- und Comicserien mit Rockmusik, botanischen Phänomenen, Vampiren und Hochschulritualen. Mal philosophisch, mal populärwissenschaftlich, mal kunsttheoretisch, mal vom musikalischen Underground inspiriert, wühlte Mike Kelley im Bewussten und Unbewussten der amerikanischen Gesellschaft. In seinen Ausstellungen spürte man, dass Kelley die dunklen Seiten und Perversionen einer vermeintlich ordentlich-braven Welt – das Unheimliche im Biederen – offenlegte. Mit unzähligen Codebrüchen und Störungen des Verhältnisses von Form und Inhalt verband Kelley sonst Getrenntes, behauptete eine Zusammengehörigkeit von Kindlichem und Aggressivem, von sexueller Gewalt und Religion. Aber mit Humor, und so merkte man, dass Kelley, anders als etwa sein Kollege <a href="http://www.secession.at/art/1998_kelley-mccarthy_d.html">Paul McCarthy</a>, den Obsessionen, die er zum Thema machte, nicht selbst erlag. Menschen, die ins Museum gehen, weil sie „durch die Fremdartigkeit bildender Kunst in ihrer eigenen Rechtschaffenheit und Normalität bestätigt“ werden wollen, wie der Künstler einmal mutmaßte, sind bei seinen Arbeiten an der falschen Stelle. Sie werden genau damit konfrontiert.</p>
<p>Einige monographische Ausstellungen der letzten Jahre:</p>
<ul>
<li>„The Uncanny“, Tate Liverpool (2004)</li>
<li>Mike Kelley: Profondeurs Vertes, Louvre, Paris (2006)</li>
<li>Mike Kelley: Educational Complex Onwards: 1995-2008, WIELS Centre d’Art Contemporain, Brüssel, Belgien (2008)</li>
</ul>
<h2>Mike Kelley ist tot</h2>
<div id="attachment_1761" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><img class="size-large wp-image-1761" title="Mike Kelley (1954 - 2012)" src="http://michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2012/02/Mike-Kelley-1954-2012-540x303.jpg" alt="" width="540" height="303" /><p class="wp-caption-text">Mike Kelley (1954 - 2012)</p></div>
<p>Mike Kelley zählte zu den wichtigsten amerikanischen Künstlern der Gegenwart. Er lebt nicht mehr. Gestern, Mittwoch, wurde er in seiner Wohnung in South Pasadena bei Los Angeles tot aufgefunden, so die Los Angeles Times in ihrer Online-Ausgabe. Seine Galeristin Helene Winter von Metro Pictures aus New York sagte gegenüber dem Onlinemagazin <a href="http://artinfo.com/news/story/758572/legendary-artist-mike-kelley-dead-at-58-an-apparent-suicide" class="broken_link">Artinfo</a>, Kelley sei depressiv gewesen und habe sich das Leben genommen. Er wurde 57 Jahre alt.</p>
<p><em>Dieser Text ist am 2. Feb. 2012 auf <a href="http://fm4.orf.at/stories/1694083/">fm4.orf.at</a> erschienen</em> <img class="size-thumbnail wp-image-13 alignright" title="FM4" src="http://michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2009/02/FM4-Logo-150x150.gif" alt="" width="32" height="32" /></p>
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		<title>Twitter-Listen automatisieren</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 00:23:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schmid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie man mit automatisierten Twitter-Listen den Überblick behalten kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.title=Twitter-Listen automatisieren&amp;rft.source=michaelschmid.at&amp;rft.date=2012-01-18&amp;rft.identifier=http://michaelschmid.at/twitter-listen-automatisieren/&amp;rft.language=English&amp;rft.aulast=Schmid&amp;rft.aufirst=Michael&amp;rft.subject=Blog"></span>
<p>Twitter-Listen sind praktisch und sinnvoll, denn wer kann wirklich bei ein paar hundert Twitter-Accounts mitlesen ohne den Überblick zu verlieren? Mit Listen kann man Accounts nach Priorität, thematisch oder regional sortieren. Doch das ist mit ein bisschen Zeitaufwand verbunden. Arbeit, die einem schlaue Tools wie <a href="http://goo.gl/fNSzo">Formulists</a> abnehmen können.</p>
<h2>Twitter-Listen automatisch erstellen</h2>
<p><a href="http://goo.gl/fNSzo">Formulists</a> erstellt Listen nach gewissen Kriterien und hält die Twitter-Liste im Hintergrund auf dem aktuellen Stand. Man kann so etwa überprüfen, bei wem man in öffentlichen Listen auftaucht; Menschen auf Twitter finden, die sich mit ähnlichen Inhalten beschäftigen wie man selbst; die einflussreichen Accounts in seiner eigenen Follower-Liste ausfindig machen; Tweets nach Themen durchsuchen; eine Liste von Menschen erstellen, mit denen man sich am öftesten unterhält; oder die Viel-TwittererInnen in eine Liste packen.</p>
<p>Praktisch.</p>
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		<title>Heute gelernt: &#8220;abverändert&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 17:29:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schmid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Gibt's das Wörterbuch der Polizeischule eigentlich irgendwo zu kaufen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.title=Heute gelernt: &#8220;abverändert&#8221;&amp;rft.source=michaelschmid.at&amp;rft.date=2012-01-11&amp;rft.identifier=http://michaelschmid.at/heute-gelernt-abverandert/&amp;rft.language=English&amp;rft.aulast=Schmid&amp;rft.aufirst=Michael&amp;rft.subject=Blog"></span>
<div id="attachment_1741" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><img class="size-large wp-image-1741  " title="polizeiverstaendigung" src="http://michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2012/01/polizeiverstaendigung-540x360.jpg" alt="Strafzettel, Strafmandat, Verständigung" width="540" height="360" /><p class="wp-caption-text">Nein, es ist kein Strafzettel, der heute an die Windschutzscheibe geheftet war. Die Polizei wollte mich nur darüber verständigen, dass mein Fahrzeug &quot;abverändert&quot; wurde. Eine Abveränderung funktioniert so: Die Feuerwehr schiebt das Auto ein paar Meter nach vor, wegen einem &quot;Spontangebrechen&quot; (irgendwas mit Wasser). Dort wo das Auto stand, wird dann ein Loch gegraben. Ist übrigens kostenlos, die Abveränderung.</p></div>
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		<title>Best of Street-Art-Fotos 2011</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 10:05:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schmid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Street Art]]></category>

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		<description><![CDATA[Die 106 "most beloved" Street-Art-Fotos des Jahres 2006 von Streetartutopia]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.title=Best of Street-Art-Fotos 2011&amp;rft.source=michaelschmid.at&amp;rft.date=2012-01-05&amp;rft.identifier=http://michaelschmid.at/best-of-street-art-fotos-2011/&amp;rft.language=English&amp;rft.aulast=Schmid&amp;rft.aufirst=Michael&amp;rft.subject=Blog"></span>
<p><a href="http://www.streetartutopia.com/?p=5982">Streetartutopia</a> hat die 106 &#8220;most beloved&#8221; Street Art Fotos des Jahres 2011 zusammengetragen. Die meisten kennt man, aber nicht in dieser Dichte. Hier ein kleiner Ausschnitt davon:</p>
<div id="attachment_1729" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><img class="size-large wp-image-1729" title="2-street_art_june_2_yarn_crochet" src="http://michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2012/01/2-street_art_june_2_yarn_crochet-540x358.jpg" alt="" width="540" height="358" /><a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10150250623497700&amp;set=a.311820137699.147776.310375597699&amp;type=1&amp;ref=nf" target="_blank">Mehr Infos</a>. Mehr über <a href="http://www.streetartutopia.com/?p=3554" target="_blank">Yarn Bombing / Guerrilla Crochet</a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<div id="attachment_1730" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><img class="size-large wp-image-1730" title="3-street_art_graffiti_april_14_oakoak" src="http://michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2012/01/3-street_art_graffiti_april_14_oakoak-540x348.jpg" alt="" width="540" height="348" /><a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10150152193872700&amp;set=a.311820137699.147776.310375597699&amp;type=1&amp;ref=nf" target="_blank">Mehr Infos</a>. Mehr von <a href="http://www.streetartutopia.com/?p=2314" target="_blank">Oakoak</a>.<p class="wp-caption-text"> </p></div>
<div id="attachment_1731" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><img class="size-large wp-image-1731" title="8-jan-street_art_9_love" src="http://michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2012/01/8-jan-street_art_9_love-540x336.jpg" alt="" width="540" height="336" /><a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10150256711852700&amp;set=a.311820137699.147776.310375597699&amp;type=1&amp;ref=nf" target="_blank">Mehr Infos</a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<div id="attachment_1732" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><img class="size-large wp-image-1732" title="9-maj-street_art_1" src="http://michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2012/01/9-maj-street_art_1-540x297.jpg" alt="" width="540" height="297" /><a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10150176011657700&amp;set=a.311820137699.147776.310375597699&amp;type=1&amp;ref=nf" target="_blank">Mehr Infos</a>.<p class="wp-caption-text"> </p></div>
<div id="attachment_1733" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><img class="size-large wp-image-1733" title="13-jan-street_art_5_lego" src="http://michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2012/01/13-jan-street_art_5_lego-540x719.jpg" alt="" width="540" height="719" /><a href="http://www.streetartutopia.com/?p=1279">Mehr Infos und Fotos</a>.<p class="wp-caption-text"> </p></div>
<div id="attachment_1734" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><img class="size-large wp-image-1734" title="21-street_art_mars_33_roa" src="http://michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2012/01/21-street_art_mars_33_roa-540x432.jpg" alt="" width="540" height="432" /><a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10150115759497700&amp;set=a.311820137699.147776.310375597699&amp;ref=nf" target="_blank">Mehr Infos</a>. Mehr von <a href="http://www.streetartutopia.com/?p=2888">ROA</a>.<p class="wp-caption-text"> </p></div>
<div id="attachment_1735" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><img class="size-large wp-image-1735" title="majstreet_art_10_Isaac_Cordal" src="http://michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2012/01/majstreet_art_10_Isaac_Cordal-540x361.jpg" alt="" width="540" height="361" /><a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10150188490837700&amp;set=a.311820137699.147776.310375597699&amp;type=1&amp;ref=nf" target="_blank">Mehr Infos</a>. Mehr von <a href="http://www.streetartutopia.com/?p=5215">Isaac Cordal</a>.<p class="wp-caption-text"> </p></div>
<div id="attachment_1736" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><img class="size-large wp-image-1736" title="street_art_feb_j_meetsebastian" src="http://michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2012/01/street_art_feb_j_meetsebastian-540x720.jpg" alt="" width="540" height="720" /><a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10150095238552700&amp;set=a.311820137699.147776.310375597699&amp;ref=nf" target="_blank">Mehr Infos</a>.<p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p><a href="http://www.streetartutopia.com/?p=5982">Und hier sind alle 106.</a></p>
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		<title>Kritik der Kunstkritik</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 22:14:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schmid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Diedrich Diederichsen]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA["Es sollten nicht die Bedingungen, unter denen etwas entsteht betrachtet werden, sondern die Bedingungen, unter denen das entsteht, was einem nicht mehr auffällt. Das ist eigentlich die Aufgabe einer avancierten Kunstkritik."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.title=Kritik der Kunstkritik&amp;rft.source=michaelschmid.at&amp;rft.date=2011-11-21&amp;rft.identifier=http://michaelschmid.at/kritik-der-kunstkritik/&amp;rft.language=English&amp;rft.aulast=Schmid&amp;rft.aufirst=Michael&amp;rft.subject=Blog"></span>
<blockquote><p>&#8220;Es sollten nicht die Bedingungen, unter denen etwas entsteht betrachtet werden, sondern die Bedingungen, unter denen das entsteht, was einem nicht mehr auffällt. Das ist eigentlich die Aufgabe einer avancierten Kunstkritik.&#8221;</p></blockquote>
<p>Diedrich Diederichsen in einem kurzen <a href="http://globe-m.de/de/experts/kritik-der-kunstkritik">Interview</a> anlässlich der Verleihung des &#8220;<a href="http://www.artcriticsaward.com/">Art Critics Award</a> 2011&#8243; an Christian Höller in Wien.</p>
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		<title>Das Phänomen „Fakenger“</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 12:15:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schmid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Kopie]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Die radikale Fahrweise der Fahrradbot_innen im großstädtischen Verkehrswahnsinnn, ihre Individualität und das Freiheitsversprechen ihrer Arbeit scheinen jede Menge Sehnsüchte unserer Jetztzeit zu bedienen. Denn wie sonst wäre es zu erklären, dass immer mehr Koperier_innen ihrer Kultur auf den Radwegen auftauchen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.title=Das Phänomen „Fakenger“&amp;rft.source=michaelschmid.at&amp;rft.date=2011-09-02&amp;rft.identifier=http://michaelschmid.at/fakenger-messenger-fahradboten-und-kuriere/&amp;rft.language=English&amp;rft.aulast=Schmid&amp;rft.aufirst=Michael&amp;rft.subject=Journalismus&amp;rft.subject=Radiomomente&amp;rft.subject=Texte"></span>
<p>Für Fahrradbot_innen ist die rasante Fortbewegung durch den urbanen Raum nicht nur Beruf, sondern längst zur Kultur geworden. In den Großstädten der USA wurden Fahrradkuriere in den 1990er Jahren zu Heroen des urbanen Dschungels stilisiert. Ihre radikale Fahrweise, ihr exzentrischer Lebensstil und ihr körperlicher Einsatz im großstädtischen Verkehrswahnsinn scheinen jede Menge Sehnsüchte der Gegenwart zu bedienen.</p>
<div id="attachment_1679" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><img class="size-large wp-image-1679 " title="messenger_fakenger_fahrradbote" src="http://michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2011/09/messenger_fakenger_fahrradbote-540x358.jpg" alt="Messenger Fakenger Fahrradbote Fahrradkurier" width="540" height="358" /><p class="wp-caption-text">Foto: Jesse Millan</p></div>
<p>Denn wie wäre es sonst zu erklären, dass immer mehr Menschen die Kultur der Fahrradkuriere kopieren. Die sogenannten „Fakengers“ haben in den letzten Jahren nicht nur Fahr- und Lebensstil der Kuriere liebgewonnen, vor allem das „Fixed Gear Bicycle“, kurz „Fixie“, erobert längst die Staßen der Städte.</p>
<p>Der US-amerikanische Soziologe Jeffrey Kidder beschäftigt sich auf einer wissenschaftlichen Ebene mit der Kultur der Kuriere. Ob bewusst oder unbewusst, so der Wissenschaftler, die Fahrradkuriere eignen sich spielerisch den öffentlichen Raum der Städte an, und würden so Kritik an der Verteilung und Ordnung von Raum üben.</p>
<p>Für den Soziologen bieten die Fahrradboten aber auch die Möglichkeit über gegenwärtige Erwerbsarbeit neu nachzudenken.</p>
<h2>Im Radio</h2>
<p><em>„Phänomen Fakenger“, der letzte Teil einer vierteiligen Radio-Serie über unkonventionelle Besetzungen des öffentlichen Raums. Am Samstag, 3. September ab 17:05 in Ö1 Diagonal Stellt Vor.</em><img class="alignright size-full wp-image-1132" title="Ö1 Logo" src="http://www.michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2010/07/oe1_logo.jpg" alt="" width="32" height="33" /></p>
<h2><em>Ö1 Diagonal zum Nachhören</em></h2>
<p><em>Die Sendung ist sieben Tage (bis 10. September) auf der Webseite von Ö1 <a href="http://oe1.orf.at/programm/282955">nachzuhören</a> und danach für Clubmitglieder als Download erhältlich.</em></p>
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		<title>Mobile Produktivität</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 09:54:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schmid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Förderband]]></category>
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		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Smartphone von heute ist das Föderband von gestern]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.title=Mobile Produktivität&amp;rft.source=michaelschmid.at&amp;rft.date=2011-08-18&amp;rft.identifier=http://michaelschmid.at/mobile-produktivitat/&amp;rft.language=English&amp;rft.aulast=Schmid&amp;rft.aufirst=Michael&amp;rft.subject=Blog"></span>
<p>Smartphones hätten unsere Produktivität gesteigert, meinen manche. Sie hätten uns geholfen die rigiden Strukturen der Büros zu verlassen und unsere Arbeit „nebenbei“ und von überall aus zu erledigen. So als wäre es nicht Arbeit. Und seitdem Kommunikation die neue <a href="http://michaelschmid.at/paolo-virno-multitude-virtuositaet-exodus/">Königin der Produktivkräfte</a> ist, wurde das Smartphone so zum neuen Förderband eines kognitiven Kapitalismus.</p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-1669" title="mobile productivity infographic" src="http://michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2011/08/mobile-productivity-infographic-540x4005.png" alt="" width="540" height="4005" /></p>
<p>Infografik: <a href="http://www.companionlink.com/">CompanionLink</a> via <a href="http://twitter.com/#!/Brienchen/status/104123182465826816">Bienchen</a>, <a href="http://www.bitrebels.com/technology/historic-timeline-of-mobile-productivity-infographic/">Bitrebels.com</a></p>
<h2>Smartphones und der Tod des Feierabends</h2>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-1674" title="smartphone_der_tod_des_feierabends" src="http://michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2011/08/smartphone_der_tod_des_feierabends-540x2797.png" alt="" width="540" height="2797" /></p>
<p>Infografik: <a href="http://blog.socialcast.com/e2sday-smartphones-and-the-new-mobile-workforce/">Socialcast</a> via <a href="http://t3n.de/news/smartphones-tod-feierabend-infografik-325321/">t3n</a></p>
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		<title>Sound Tossing</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jun 2011 15:15:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schmid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Privatisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Shoefiti]]></category>
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		<category><![CDATA[Streetart]]></category>

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		<description><![CDATA[Klanginterventionen als künstlerisch-politisches Instrument gegen Dauerbeschallung und Privatisierung des öffentlichen Raums in der Stadt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.title=Sound Tossing&amp;rft.source=michaelschmid.at&amp;rft.date=2011-06-03&amp;rft.identifier=http://michaelschmid.at/sound-tossing/&amp;rft.language=English&amp;rft.aulast=Schmid&amp;rft.aufirst=Michael&amp;rft.subject=Journalismus&amp;rft.subject=Radiomomente"></span>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1650" title="wienmq" src="http://michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2011/06/wienmq.jpg" alt="" width="540" height="284" /></p>
<p>Die Grillen zirpen in der Wiener  Innenstadt. Der Sound kommt aber nicht von lebenden  Insekten sondern von &#8220;<a href="http://www.soundtossing.com/">Urban Crickets</a>&#8220;. Angelehnt an <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Shoe_tossing">Shoetossing/Shoefiti</a> &#8211; die Schuhe mit zusammengebundenen Schuhbändern, die mittlerweile in  fast jeder Großstadt von Strom- und Telefonleitungen baumeln &#8211; wirft der  Streetart-Künstler <a href="http://www.gupfinger.net/">Reinhard Gupfinger</a> kleine Lautsprecher mit  solarbetriebenen Klangerzeugern über die Leitungen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="540" height="405" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=19037111&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00adef&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="540" height="405" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=19037111&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00adef&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<h2>Dauerbeschallung</h2>
<p>Soundtossing ist  subtile Kritik an der akustischen Umweltverschmutzung. Durch die  Sound-Interventionen soll bei PassantInnen die Sensibilität gegenüber  der Dauerbeschallung in den Städten geschärft werden.</p>
<h2>Sound Bombs</h2>
<p>Inspiriert ist  Sound-Tossing unter anderem vom Schweizer Künstler <a href="http://johannesgees.com/">Johannes Gees</a>. Er hat  im Rahmen der Minarett-Debatte leistungsstarke &#8220;Soundbombs&#8221; (mp3-Player  mit Megaphon und Timer) an berühmten Kirchtürmen in der Schweiz  befestigt. Fünfmal täglich ertönten statt Kirchenglocken die lauten  Aufrufe des Muezzins zum Gebet.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="540" height="435" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/VX38lecektM?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="540" height="435" src="http://www.youtube.com/v/VX38lecektM?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><img class="size-thumbnail wp-image-13 alignright" title="FM4" src="http://michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2009/02/FM4-Logo-150x150.gif" alt="" width="32" height="32" /> <img class="alignright size-full wp-image-1132" title="Ö1 Logo" src="http://www.michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2010/07/oe1_logo.jpg" alt="" width="32" height="33" /><em>Ein Radiobeitrag über Sound-Tossing und andere Klanginterventionen im Stadtraum wird am Samstag, 4. Juni 2011 ab 17:05 in Ö1 Diagonal und am 23. Oktober 2011 ab 21:00 Uhr in FM4 Im Sumpf ausgestrahlt.</em></p>
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		<title>Essen</title>
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		<pubDate>Mon, 23 May 2011 22:56:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schmid</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sicherheit wegessen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.title=Essen&amp;rft.source=michaelschmid.at&amp;rft.date=2011-05-24&amp;rft.identifier=http://michaelschmid.at/pac-man/&amp;rft.language=English&amp;rft.aulast=Schmid&amp;rft.aufirst=Michael&amp;rft.subject=Blog"></span>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1632" title="pacman" src="http://michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2011/05/pacman.jpg" alt="" width="501" height="667" /></p>
<p>via <a href="http://kellerabteil.soup.io">kellerabteil</a></p>
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		<title>Die Partitur kreativer Arbeit</title>
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		<pubDate>Wed, 18 May 2011 12:12:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schmid</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Innerhalb der gegenwärtigen „Wissensgesellschaft“ hat sich der Faktor Arbeit grundlegend verändert. Das Herstellen von Objekten ist längst nicht mehr Motor kapitalistischer Wertschöpfung; Kommunikation ist die neue Königin der Produktivkräfte. Der italienische Philosoph Paolo Virno entwickelte in den letzten dreißig Jahren Möglichkeiten, wie immaterielle Arbeit neu gedacht werden kann. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Focoins.info%3Agenerator&amp;rft.type=&amp;rft.format=text&amp;rft.title=Die Partitur kreativer Arbeit&amp;rft.source=michaelschmid.at&amp;rft.date=2011-05-18&amp;rft.identifier=http://michaelschmid.at/paolo-virno-multitude-virtuositaet-exodus/&amp;rft.language=English&amp;rft.aulast=Schmid&amp;rft.aufirst=Michael&amp;rft.subject=Journalismus&amp;rft.subject=Texte"></span>
<p>Nicht mehr das Produkt am Ende des Arbeitsprozesses ist entscheidend für ökonomischen Erfolg, sondern die Organisation der Arbeit selbst. Vor diesem Hintergrund finden Paulo Virnos Analysen von gegenwärtiger Erwerbstätigkeit statt. Egal ob in der Unternehmensberatung, im Management, in neuen Formen von Kreativ-, Öffentlichkeits- oder Medienarbeit: Das, was heute zählt, sind „Variation und Intensivierung gesellschaftlicher Kooperation“, so Virno.</p>
<h2>Neue Virtuosen</h2>
<p>Der rigide Industriekapitalismus prägte bis in die 1960er Jahre die Lebensrealität eines Großteils der Arbeiter_innen des 20. Jahrhunderts. Arbeit war ein repetitiver und vorhersehbarer Prozess. Die monotone Tätigkeit am Fließband, das quantitativ Messbare und Planbare dominierten den sich wiederholenden Ablauf von Produktion und Wertschöpfung. Die Geschwindigkeit der Maschine und die Kraft der Mechanik galten als Fortschritt, die „Fabriksdisziplin“ wurde zum zentralen Vokabel dieser Zeit.</p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-1619" title="Telephone Switchboard Operators - a vintage circa 1914 photo" src="http://michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2011/05/fordistische_kommunikationsarbeit-540x430.jpg" alt="" width="540" height="430" /></p>
<p>Parallel dazu entwickelte sich aber eine völlig konträre Form von Arbeit. In den frühen Kulturindustrien Anfang des 20. Jahrhunderts etwa war man nicht mit der Produktion von Dingen beschäftigt, sondern mit dem Tun selbst, mit Darstellung, Kommunikation und Attraktion. Es sind die Künste der Massen, die sich abseits von bürgerlicher Ästhetik in Varietés, Musical-Theatern, Zirkuszelten und in den Kinosälen des <em>early cinema</em> etablierten. Die flinken Fingerläufe der Pianist_innen dieser Zeit, das Spektakel der Tänzer_innen, die wandlungsfähige Ausdruckskraft der Schauspieler_innen, der Exhibitionismus der Freaks und die vermittelnden oder überzeugenden rhetorischen Finessen der Redner_innen vereinte die besondere Fähigkeit aller ausführenden Künste: die Virtuosität. Ihre kreative Tätigkeit ist zum Selbstzweck geworden, zu einer Tätigkeit ohne Werk, also immaterieller Arbeit. Die Virtuosen produzieren nicht, sie verändern. Es ist eine soziale und interaktive Arbeit, die die Gegenwart anderer, eines Publikums erfordert, bei dem im besten Fall ein Wohlsein oder ein Schock erzeugt wird, wenn die kreative Leistung virtuos und spektakulär genug war.</p>
<p>Mit dem Rückgang der Fabrikarbeit übernehmen die virtuosen Künste mehr und mehr „die Rolle der die Produktionsmittel erzeugenden Industrie“. Erkannten Adorno und Horkheimer in diesen kulturindustriellen Räumen noch Reste der Vergangenheit im Rahmen einer allgemeinen Fordisierung, so sind diese Formen früher virtuoser Arbeit für Virno eher Vorahnungen und Vorwegnahmen. Die Kultur- und Spektakelindustrie war für ihn die Pionierin der &#8220;Industrie der Kommunikationsmittel&#8221;, die sich mittlerweile vollständig durchgesetzt hat. Die Tätigkeit ohne Werk avanciert in der postfordistischen Arbeitsorganisation „vom Spezial- und Problemfall […] zum Prototyp der Erwerbsarbeit im Allgemeinen“, so Virno.</p>
<p>Die Virtuosen sind die arbeitenden Subjekte von heute. Die (Kreativ-)Arbeiter_innen der Gegenwart sind nicht mehr einem exekutiven Charakter von Arbeit unterstellt. Sie müssen nicht monofunktional in zeitoptimierten Produktionsabläufen werken, sondern permanent mit neuen Situationen fertig werden, mit Problemen umgehen, die nicht vorherzusehen waren. Wenn im Industriezeitalter noch der Plan und der Takt der Maschinen die Arbeiter_innen orchestrierten, so haben wir es jetzt mit einer Arbeit zu tun, der die Partitur zu fehlen scheint. Kommunikative und schöpferische Improvisation ist zur Kernkompetenz kapitalistischer Produktion geworden, Denken zur grundlegenden Antriebsfeder für Reichtum.</p>
<h2>General Intellect</h2>
<p>Und damit erreichte der Kapitalismus eine neue Qualität von Ausbeutung. Grundlegende Merkmale des menschlichen Wesens sind unter den kapitalistischen Produktionsprozess subsumiert worden: sprachliche Fähigkeiten, Wissen und Einbildungskraft, die Lust zu Handeln und relationale Begabungen sind die neuen Werkzeuge der Manager_innen, IT-Expert_innen, Wissenschaftler_innen, Journalist_innen, Designer_innen, Konzept-Künstler_innen und aller anderen innerhalb der Wertschöpfungskette der Wissensgesellschaft. Gesellschaftliche Kooperation wird zur wichtigsten Produktivkraft, Arbeit nicht nur zur Koordinationstätigkeit, sondern auch zur Überwachungstätigkeit, die oft freiwillig geleistet wird. Das Arbeiter_innenwissen, also die kleinen Alternativen, Tricks und Lösungen, die im Fabrikalltag unter den Arbeitnehmer_innen getauscht wurden, um den Zeit- und Leistungsdruck zu mindern, werden heute nicht mehr heimlich genutzt, sondern explizit vom Unternehmen eingefordert. Kooperation, Flexibilität, Kreativität, lebenslanges Lernen, soziale Netzwerke und Teamarbeit sind zu zentralen Kategorien in den erfolgreichen Karrieren des Postfordismus geworden.</p>
<div id="attachment_1618" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><img class="size-large wp-image-1618" title="immaterielle_arbeit" src="http://michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2011/05/immaterielle_arbeit-540x359.jpg" alt="Immaterielle Arbeit" width="540" height="359" /> Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/larskflem/95757299">larksflem</a> unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/deed.de">Creative Commons</a> Lizenz<p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Die neue Partitur der modernen Virtuosen ist der General Intellect, der allgemeine Intellekt der Gesellschaft, „das zum Stützpfeiler der gesellschaftlichen Produktion gewordene abstrakte Denken“, schreibt Virno. &#8220;Der General Intellect scheint heute als Fortführung der Lohnarbeit, System von Hierarchien und tragende Achse der Schöpfung des Mehrwerts.“</p>
<h2><strong>Exodus</strong></h2>
<p>Ist es möglich, den Intellekt jenseits von Lohnarbeit oder sogar im Gegensatz zu dieser einzusetzen? Bei den Exitstrategien aus einem System, das es geschafft hat, den Menschen nicht mehr nur physisch am Förderband, sondern auch über seine kognitiven Fähigkeiten auszubeuten, stellt Virno das Motiv der Flucht ins Zentrum seiner Überlegungen. Der Exodus erscheint ihm erstrebenswerter als die Option Widerstand. Die Massenflucht der Arbeiter_innen am Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Fabrikregime der amerikanischen Ostküste, bei der sie ihr Glück und billiges Land im Landesinneren suchten, dient ihm als historischer Horizont. Durch die Flucht war Arbeitskraft für kurze Zeit Mangelware und stieg im Wert, die Arbeiter_innen nahmen „die Gelegenheit wahr, ihre Ausgangslage umkehrbar zu machen“.</p>
<h2>Operaismus</h2>
<p>Die wichtigste Rolle im Denken Virnos spielen aber seine Erfahrungen als politischer Aktivist in den autonomen Arbeiter_innenkämpfen in Italien. Die Fabriksflucht italienischer Jugendlicher Ende der 1970er Jahre und ihre Entscheidung für Teilzeitarbeit ist der zweite historische Exodus in Virnos politischer Philosophie. Die Lebensumstände der Industriearbeiter_innen und die außerinstitutionellen Kämpfe der <em>autonomia operaio</em> („Arbeiter-Autonomie“) in den großen Fabriken stehen im Zentrum des Interesses italienischer Intellektueller dieser Zeit. Es gilt einen hoch industrialisierten Kapitalismus zu überwinden, der den menschlichen Körper zwischen die Maschinen einzupassen versucht und Massen von Arbeiterinnen und Arbeitern verschleißt. Intellektuelle wie Virno, Massimo Cacciari<strong> </strong>oder Antonio Negri sind mit der linken Arbeiterbewegung solidarisiert und organisieren die Kritik an kapitalistischer Akkumulations- und Produktionsweise in außerparlamentarischen Gruppen wir der <em>Potere Operaio</em> („Arbeitermacht“). Ende der siebziger Jahre radikalisieren sich die Kämpfe in den italienischen Fabriken. Neben der starken Jugendprotestbewegung mit ihren gewaltvollen Auseinandersetzungen, spitzt sich auch die Lage rund um terroristische Gruppierungen immer mehr zu. Der Gipfel ist die Entführung und Ermordung des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Aldo Moro durch die Roten Brigaden 1978. Die staatlichen Repräsentant_innen beschließen hart durchzugreifen. In einem für Italien einmaligen Akt staatlicher Repression landen zahlreiche Intellektuelle im Gefängnis. Darunter auch Paolo Virno. Er bezahlt seinen politischen Aktivismus mit mehreren Jahren Haft. Der Vorwurf: Ein Nahverhältnis zu den Roten Brigaden. Andere, wie Antonio Negri, gehen ins Exil nach Frankreich oder Deutschland. Nach drei Jahren wird Virno freigesprochen. Mittlerweile ist er Professor für Philosophie an der Universität Rom.</p>
<h2><strong>Multitude</strong></h2>
<p>Die postoperaistische Bedeutung des Exodus ist „keineswegs als harmlos, individualistisch oder eskapistisch-esoterisch zu verstehen“, schreibt Gerald Raunig, der gemeinsam mit Klaus Neundlinger eine zentrale Rolle bei der Übersetzung von Virnos Texten ins Deutsche einnimmt. „Es geht in dieser exodischen Form der Innovation um eine gefährliche, positive Form des Abfallens, eine Flucht, die gleichzeitig nach neuen Waffen suchen lässt. Anstatt Herrschaftsverhältnisse als unverrückbaren Horizont vorauszusetzen und dennoch gegen sie anzukämpfen, verändert diese Flucht die Bedingungen, unter denen die Voraussetzung stattfindet.“</p>
<p>Der Weg des Exodus, den Virno vorschlägt, führt über einen „radikalen zivilen Ungehorsam“, der das Vermögen der Befehlsgewalt des Staates selbst in Frage stellt, und – gleichzeitig – über die Schaffung einer nichtstaatlichen Öffentlichkeit: der Multitude. Dort sollte es möglich werden, die Spielarten aktueller Protestbewegungen zu vereinen. Es ist eine Form von Öffentlichkeit, die Heterogenität zulässt und organisiert. Eine Öffentlichkeit, die Verbindungslinien in der heutigen globalisierten Gesellschaft aufzeigt, die Arbeit, Bildung und Wissen prägen – in kultureller wie sozialer Hinsicht. Die Multitude ist als &#8220;Matrix einer nichtstaatlichen Republik&#8221; zu denken, als eine neue radikale Form von Demokratie.</p>
<p><strong>Literatur:</strong></p>
<p><em>Paolo Virno: „Exodus“, hg. u. übers. v. Klaus Neundlinger u. Gerald Raunig, Wien/Berlin: Turia Kant 2010</em></p>
<p><em>Paolo Virno: „Grammatik der Multitude / Die Engel und der General Intellect“, übers. v. Klaus Neundlinger, Wien/Berlin: Turia Kant 2006</em></p>
<p><em>Gerald Raunig: „Die Grammatik verändern“, <a href="http://transform.eipcp.net/correspondence/modifyingthegrammar">http://transform.eipcp.net/correspondence/modifyingthegrammar</a>, 7.1.2008</em></p>
<p><a href="http://malmoe.org"><img class="size-thumbnail wp-image-937 alignright" title="malmoe.org" src="http://michaelschmid.at/wordpressneu/uploads/2010/04/malmoe-80x80.png" alt="MALMOE on the web" width="32" height="32" /></a><em>Dieser Text ist am 28. April 2011 in der Zeitschrift Malmoe Nr. 54 erschienen.</em></p>
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