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Pop nach der Digitalisierung
Wie lässt sich Musik überhaupt noch finanzieren, wenn der Tonträgermarkt weitgehend entfällt? Hat die Industrie zu lange auf die falschen Pferde gesetzt? Geht es der Plattenindustrie bald wie der gegen die Wand gefahrenen Autoindustrie oder den Banken?
Musik ist allgemein verfügbar geworden. Und gratis. Zumindest könnte man dieses Gefühl bekommen. Die CD ist als Medium in der Krise, Musik wandert statt dessen ins Internet, aber bezahlte Downloads bringen nur einen Teil der Rückgänge von CD-Verkäufen wieder rein. Wie lässt sich Musik überhaupt noch finanzieren, wenn der Tonträgermarkt weitgehend entfällt? Hat die Industrie zu lange auf die falschen Pferde gesetzt? Geht es der Plattenindustrie bald wie der gegen die Wand gefahrenen Autoindustrie oder den Banken?
Jetzt, wo es möglich ist, sich entlegenste Sounds im Netz zu besorgen, scheint es immer weniger Hörerinnen und Hörer zu geben, die dafür bezahlen wollen. Statt nach neuen Konzepten zu suchen, setzt die Musikindustrie eher auf Kriminalisierung und Strafen, wie es scheint. Ich war Mitte Jänner bei einem Kongress in Berlin, der sich mit genau dieser Wertschöpfungskrise beschäftigt hat. Er hat sich angesehen welchen Wandel das Musikgeschäft gerade durchmacht und wie die kleinen Independent-Bands dieser Welt auf diese Art der Krise reagieren können.
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(5:13 Min.)
Dieser Radiobeitrag ist am 19. Februar 2009 in der FM4 Homebase gelaufen.