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Sound Tossing
Klanginterventionen als künstlerisch-politisches Instrument gegen Dauerbeschallung und Privatisierung des öffentlichen Raums in der Stadt.
Die Grillen zirpen in der Wiener Innenstadt. Der Sound kommt aber nicht von lebenden Insekten sondern von “Urban Crickets“. Angelehnt an Shoetossing/Shoefiti – die Schuhe mit zusammengebundenen Schuhbändern, die mittlerweile in fast jeder Großstadt von Strom- und Telefonleitungen baumeln – wirft der Streetart-Künstler Reinhard Gupfinger kleine Lautsprecher mit solarbetriebenen Klangerzeugern über die Leitungen.
Dauerbeschallung
Soundtossing ist subtile Kritik an der akustischen Umweltverschmutzung. Durch die Sound-Interventionen soll bei PassantInnen die Sensibilität gegenüber der Dauerbeschallung in den Städten geschärft werden.
Sound Bombs
Inspiriert ist Sound-Tossing unter anderem vom Schweizer Künstler Johannes Gees. Er hat im Rahmen der Minarett-Debatte leistungsstarke “Soundbombs” (mp3-Player mit Megaphon und Timer) an berühmten Kirchtürmen in der Schweiz befestigt. Fünfmal täglich ertönten statt Kirchenglocken die lauten Aufrufe des Muezzins zum Gebet.